Über mich

Ich bin Soi - S,o,i betont auf dem i. 
Das ist das griechische Wort für „Leben“. Und über dieses schreibe ich hier in paar Zeilen.

Ich bin geboren und aufgewachsen auf der wunderschönen Insel Kreta. Dort fing ich mit 5 Jahren in der Ballettschule meines Dorfes mit Tanzen an und kurz darauf auch mit Theaterspielen (gesungen habe ich schon immer nebenbei), was ich neben Schule, Volleyballtraining und Klavierunterricht bis zu meinem Schulabschluss tat. Im Anschluss zog ich für mein Germanistikstudium nach Athen – was meine Ausführung von „erstmal was Richtiges studieren“ war – wo ich weiterhin in verschiedenen Tanzschulen trainierte und Teil einer der Schauspielgruppen der Uni war.


Im Hinterkopf hatte ich allerdings immer den Traum, auf der Bühne zu stehen und zwar in einem Musical! Diese Form des Theaters gab es in Griechenland damals nicht (auch heute steckt sie in den Kinderschuhen). Meine erste Berührung mit der Kunst, die Tanz, Gesang und Schauspiel kombiniert, hatte ich mit 8 Jahren, als ich bei einem Familienbesuch in Hamburg das Musical „Cats“ sah. Ich war fasziniert, performten die Darsteller auf der Bühne doch all das, was mich damals schon erfüllte und glücklich machte, und teilten dies auch noch mit einem vollen Theater! „Das will ich auch“ dachte ich und der Samen war gesät.

Mein Plan war, direkt nach der Schule nach Deutschland zu ziehen, um dort Musical zu studieren! Jedem, dem ich davon in Griechenland erzählte, musste ich erstmal einen kleinen Vortrag dazu halten, was das überhaupt ist (und warum es so toll ist). Als es Richtung Abschlussprüfungen ging, suchten meine Eltern das Gespräch mit mir, ob ich denn nicht vielleicht erstmal in Griechenland studieren wolle und wenn ich danach immer noch Musical machen wolle, könne ich das ja im Anschluss machen. Ok, dachte ich, klingt logisch. Ich war damals 17 und auch wenn ich von klein auf eine Kämpferin war, so war ich doch etwas unsicher, ob ich das alles so wuppen könnte, so weit weg von meiner Familie. Also ging ich nach Athen, denn wenn schon nicht direkt den Traum verwirklichen, dann wollte ich wenigstens in eine Stadt, in der viel los ist, viele junge Leute leben, jede ihren Platz findet – egal welchen Musikgeschmack sie hat oder welche politische Einstellung – und ich weiter eine gute Tanz-, Theater- und Gesangsausbildung genießen konnte. Germanistik wählte ich als „Fach, dass ich schnell wegstudieren werde“, was auch klappte. Ich gebe zu, dass ich doch sehr großes Interesse an diesem Studium fand, gerade was die Sprachwissenschaftlichen Fächer betraf, und mein Wissen auch in meiner bisherigen Schauspiellaufbahn schon sehr hilfreich war. Sprache finde ich immer noch sehr faszinierend!

Als das Studium vorbei war, machte ich mich an die Aufnahmeprüfungen der Musicalschulen in Deutschland. Ich bereitete mich vor, jobbte, um Geld für den Start in Deutschland zu haben und bewarb mich. Insgeheim wollte ich eigentlich nur nach Hamburg, auch wenn es dort keine staatliche Musicalschule gab, denn in diese Stadt hatte ich mich verliebt! Was für ein Glück, dass es dann auch direkt an der Hamburg School of Entertainment klappte – Aufnahmeprüfung, erste Runde, zack bum – ich war drin.

Drei super aufregende, spannende, lustige, sehr anstrengende und nervenauftreibende Jahre habe ich dort verbracht, die mir für meine weitere Laufbahn einen enormen Input gegeben haben.

In „König der Löwen“ hab ich nicht gespielt, auch wenn das irgendwie der Maßstab zu sein scheint, aber in vielen anderen kleinen aber herzlichen Produktionen. Und mit den Jahren habe ich dann auch gemerkt, dass mir noch etwas anderes ein bisschen wichtiger ist: Menschen zusammenzubringen durch darstellende Kunst. Ich stehe sehr gerne auf der Bühne, aber nicht um jeden Preis und auch nicht für jeden Sch…! Dann singe, tanze und spiele ich lieber mit Menschen jeglichen Alters, denn dort kann ich die Kunst, die in jedem schlummert, herauskitzeln. Ich kann Menschen eine neue Welt zeigen – die Welt, die sich einem eröffnet, wenn man sich mit seinem Körper, seinen Gedanken, seiner Stimme, eben mit sich selbst beschäftigt.

Und so komme ich zu dem was ich heute mache: Musik mit Kindern in Form von musikalischer Früherziehung, kreativen Kindertanz, Tanzen für Parkinson-Erkrankte, Tanzen für SeniorInnen, Choreographie für professionelle inklusive Theatergruppen, Mixed Abled Dance Education, aber auch singen auf Feiern, Hochzeiten und Weihnachtsmärkten, Tanzen für Projekte, die einen Sinn ergeben, Spielen in Stücken, die mir am Herzen liegen.
Tabellarisch findet man alles auf dieser Seite unter Vita und in Form von Bild und Ton in der Galerie.

Viel Spaß beim Stöbern!

Ζωή

Theapolis-Profil

Dfdk Mitglied

Interview beim Podcast "Teaching Dance"